Wandel der Zeit

“Helfen in Not ist unser Gebot”

Dieser Spruch steht über dem Dienst in der Feuerwehr Kiesdorf. Der Dienst kostet Freizeit, verlangt Opfer, Disziplin, Sachkenntnis, Mut, ist nicht immer ungefährlich. Der Einsatz muss trainiert werden. Am 18. Juni 1899 war ein Statut der Freiwilligen Feuerwehr Oberkiesdorf erarbeitet und am 1. Juli von der Königlichen Amtshauptmannschaft Löbau genehmigt worden. Das Statut enthielt im 1. Abschnitt 15 grundsätzliche Paragraphen. Ein zweiter Abschnitt mit 6 Paragraphen hatte die “Allgemeinen Dienstvorschriften” zum Inhalt. Jedem Mitglied wurde es bei seinem Eintritt in die Wehr ausgehändigt. Es bildete die rechtliche Grundlage für das Bestehen der FFw Oberkiesdorf und regelte den Zweck des Vereins, die Führung (das Kommando), die Mitgliedschaft, den Dienst und das Verhalten der Wehrkameraden. Zweck war, bei Bränden im Gemeindebezirk geordnet zu helfen. Diese Hilfe erstreckte sich auch auf die Nachbarorte, was - außer Kunnersdorf - den ganzen Eigenschen Kreis ausmachte. Unterbleiben konnte die Hilfe nur bei Elementarereignissen, sofern die eigene Gemeinde selbst bedroht war. Das Eintrittsalter in die Wehr betrug 18 Jahre. Nichtselbständige mussten einen Nachweis vorlegen, dass sie von ihrem Arbeitgeber an der Ausübung des Dienstes nicht gehindert würden, außer in Fällen dringender Beschäftigung. Über die Aufnahme wurde in der Versammlung mit Stimmenmehrheit entschieden und der Aufgenommene vom Hauptmann mittels Handschlag verpflichtet. Dem Mitglied wurde ein Ausweis ausgestellt.

Die Gliederung der Wehr sah a) eine Abteilung Löschmannschaft (23 Mann) und b) eine Abteilung Steiger (7 Mann) vor.

Unter Löschmannschaft war die Spritzenmannschaft zu verstehen. Andere Paragraphen des Statuts regelten die monatlichen Versammlungen, den Dienst, den Austritt, den Ausschluss, Entschuldigungen, Strafen und Steuern. Die Einschreibgebühren betrugen 50 Pfennig, der monatliche Beitrag (als Steuer bezeichnet) 20 Pfennig. Unentschuldigtes Fehlen beim Dienst kostete 50 Pfennig, beim Feuer jedoch 1 Mark. Der Hauptmann, sein Stellvertreter, die beiden Zugführer der Lösch- und Steigermannschaft sowie 2 Wehrkameraden als Vertrauensleute bildeten das Kommando. Es wurde in der Regel alle zwei Jahre in einer Hauptversammlung gewählt. Gewählt wurden auch die Rohrführer und die Obersteiger. Es gab eindeutige Dienstvorschriften. Sie betrafen den Umgang miteinander und mit den Feuerwehrmitteln, das Verhalten beim Dienst, die Dienstkleidung und den militärischen Gruß.Ein letzter Paragraph regelte Rauchen sowie Essen und Trinken im Dienst.

Offensichtlich erfolgte mit der Ausdehnung der FFw auf ganz Kiesdorf (1921) ein Nachdruck des Statuts. Änderungen darin bestanden in der Gliederung der Wehr mit jetzt 2 Abteilungen Löschmannschaften und 1 Abteilung Steiger. Auch kam der militärische Gruß in Wegfall. In alten Akten wird eine Feuerlöschordnung für Kiesdorf aus dem Jahre 1897 erwähnt, ohne das aber dazu Näheres in Erfahrung zu bringen war.

In der 2. Jahreshälfte 1933 gab es ein neues Grundgesetz für die Kiesdorfer Wehr. Der Paragraph 2 legte fest, dass die Wehr aus aktiven, passiven und Ehrenmitgliedern besteht und regelte die Bedingungen für die Mitgliedsarten. Jedoch dürfte dies nicht die erste diesbezügliche Festlegung gewesen sein. Dem neuen Statut vorausgegangen waren Weisungen und Verfügungen des Sächsischen Feuerwehrverbandes bzw. der neuen Regierung. Ab sofort war in der Wehr kein Platz mehr für ehemalige Anhänger nicht nationaler Parteien, was jedoch in Kiesdorf keine Auswirkungen hatte. Von nun an aber wurden Führungskräfte in der Wehr nicht mehr gewählt, sondern vom Bürgermeister ernannt. Er hatte sich dabei auf den Gemeinderat zu stützen. Der militärische Gruß wurde wieder festgeschrieben. Es gab auch eine neue Feuerlöschordnung für die Gemeinde sowie eine Anordnung über Feuerschutzwachen bei öffentlichen Veranstaltungen. Dem Bürgermeister wurden im örtlichen Feuerlöschwesen große Rechte und Pflichten eingeräumt. Er galt als Brandmeister. Bürgermeister war zur damaligen Zeit Albert Kießling, Wehrleiter Paul Wolf. § 19 des Grundgesetzes legte fest, dass alle beim Feuerlöschdienst beschäftigten Personen von der Gemeinde zu entschädigen sind. Im Juli 1936 wurde nach einem zentralen Muster eine neue Satzung beschlossen. Neben den Führern der Wehr bestand nun ein Führerrat, und der Mitgliederversammlung wurden grundsätzliche Rechte eingeräumt. Von Entschädigung ist nicht mehr die Rede. Alles wurde in die Polizei eingegliedert und Dienstränge eingeführt. Die Gliederung der Wehr bestand nun im a) Halblöschzug 1 Kiesdorf und dem b) Halblöschzug 11 Kiesdorf.

Auch wurde die FFw Ende 1936 ins Vereinsregister eingetragen. Aufgrund eines neuen Gesetzes erfolgte aber im Mai 1940 wieder die Auflösung des Vereins. Die monatlichen Versammlungen der Wehrkameraden, später auch Dienstbesprechungen genannt, fanden in der Regel abwechselnd in den Kiesdorfer Gaststätten Ziegelhof” und “Löwen” statt. Dies traf auch auf die jährlichen Haupt oder Generalversammlungen zu. Führerversammlungen wurden häufiger im Ziegelhof, gelegentlich aber auch bei einem Führer zu Hause abgehalten. Fester Bestandteil der monatlichen Versammlungen war das Einkassieren der Steuern (Mitgliedsbeiträge). Auch Strafgelder sind zu erwähnen. Ab und zu wurde eine Versammlung im Anschluss an einen Übungsmarsch abgehalten, der auch manchmal unter Vorantritt der Kapelle erfolgte. Eine Kapelle wird erstmals im Tafellied zum 5. Stiftungsfeste der Wehr (1904) erwähnt. Sie muss zunächst mit kleineren Instrumenten ausgerüstet gewesen sein, denn es heißt, dass man nun auch eine Trommel anzuschaffen gedenkt: “Doch trägt das Kalb jetzt noch das Fell, was nützt die Übereile”. Sicherlich ist die große Trommel gemeint. Unser Bild zeigt die Spielleute 1934. Jedes Jahr wurde ein größerer Übungsmarsch geplant, der aber nicht immer am Himmelfahrtstage stattfand. Meist waren die Spritzenhäuser die Stellplätze, aber es sind auch andere Sammelpunkte bekannt. Die Ziele hießen u. a. Café “Eintracht” (ehem. Berzdorf, Bienenhaus), Dittersbach, der Schönauer Hutberg, Neundorf, das Neißetal. Oftmals gab es Treffen mit Nachbarwehren. So auch 1932. Um 6 Uhr ging es vom oberen Spritzenhaus ab. An der Abzweigung zum Kleinen Wald warteten bereits die Neundorfer Kameraden und vereint ging es dann dem Ziele zu. Ein vorausgeschickter Radfahrer sorgte für die rechtzeitige Fertigstellung der Kaffeetafel. Nach einem längeren Regenguss konnte dann in Neundorf der Morgenkaffee eingenommen werden. Kamerad Paul Burkhardt hatte “die üblichen Buttersemmeln” geliefert. Nach Ansprachen der Wehrleiter und einigen Stunden gemütlichen Beisammenseins wurde der Rückmarsch angetreten, der noch einmal bei den “3 Linden” (Müller) in Dittersbach unterbrochen wurde. Und schon zur Mittagsstunde war das Heimatdorf wieder erreicht. 1920. Am 9. Mai, einem Sonntag, Abmarsch nachmittags halb 4 nach Tauchritz. Im Kretscham war von 5 bis 8 Uhr Tanz. Anschließend wurde bis halb elf Theater gespielt. Zu so einem Ereignis waren auch die Frauen geladen. Sie wurden gefahren.

Mitglieder der Kapelle Von links oben: Karl Ziesche, Paul Raimann, Fritz Zimmer, Richard Meier, Reinhard Herrmann, Emil Hanspach - vorn: Karl Woorth, Kurt Mauke

Mitglieder der Kapelle Von links oben: Karl Ziesche, Paul Raimann, Fritz Zimmer, Richard Meier, Reinhard Herrmann, Emil Hanspach - vorn: Karl Woorth, Kurt Mauke

1924 ging es mit Musik über Dittersbach zum Bergfrieden und nach einer Stärkung hinab ins Neißetal. Es muss damals noch halb Urwald gewesen sein, weglos mit Sumpf und Moor. Dazu kam ein Unwetter, was die Führung in arge Bedrängnis brachte. Aber schließlich fand man doch das Ostritzer Schützenhaus und dann den Weg zurück nach Kiesdorf. Wo man zufällig einem Fotografen begegnete, ist nicht überliefert. Aber es entstand ein großes Gruppenfoto.

Ausmarsch Himmelfahrt 1924 Obere Reihe v. l.: Ernst Zimmermann, Oskar Fuchs, Oskar Geißler Gotthelf Geißler Wilhelm Helbig, Emil Dehner Hermann Müller Oswald Hanspach, Max Schröter Paul Wolf Ernst Bräuer Erich Gotthans, Otto Seidel, Richard Schütze, Emil Dienel, Richard Raimann Mittlere Reihe: Alfred Herrmann, Erich Hanspach, Alfred Starke, August Schmidt, Gerhard Starke, Alwin Hanspach, Paul Raimann, Paul Schütze, Hermann Exner Neben der Pauke: Karl Woorth und Paul Burkhardt Untere Reihe: Richard Dienel, Reinhard Herrmann, Karl Ziesche, Richard Meier Hans Hauke

Diese Ausmärsche hatten ihre besondere Funktion: Festigung der Kameradschaft sowie Erhaltung von Kraft und Ausdauer. Das war damals besonders gefragt bei der Ausbildung und dem Dienst an der Spritze, denn das war wirklich Schwerstarbeit. Übungen waren und sind immer wieder nötig, einerseits zur Beherrschung der jeweils zur Verfügung stehenden Technik und Hilfsmittel, andererseits zur Lösung der Aufgaben am angenommenen Brandobjekt. In alten Aufzeichnungen lesen wir von Spritzenübungen, Steigerübungen und Gesamtübungen. Dazu kamen die Übungsmärsche. Insgesamt 12 Übungen im Jahr waren die Regel. Einer Gesamtübung lag eine Übungsidee zugrunde. Sie wurde damals vorher schriftlich vom Bürgermeister als Branddirektor festgelegt. Uns ist eine Reihe solcher Pläne überliefert. Dazu gehörten mindestens eine Beschreibung der Örtlichkeit und des Brandausmaßes, eine Lageskizze des Objektes sowie Angaben von Bedingungen, wie Wetter (Gewitter oder Frost) Windrichtung und Windstärke, Wasserverhältnisse, auch besonders zu beachtende Festlegungen.

Plan der Alarmübung vom 20.10.1930 abends 8 Uhr Der handgeschriebene Text (die sogenannte “Kritik”) trifft Aussagen zum Ergebnis der Übung.

Die älteste Überlieferung stammt aus dem Jahre 1907. Der angenommene Brand betraf den Gasthof “Lamm”, eine Wirtschaft im Oberdorf, jetzt im Besitz der Fam. Steudtner. Erhalten ist auch eine schriftliche Kritik, niedergelegt auf einem dieser Pläne vom 20. Oktober 1930. Die Übung fand auf dem Lehngut statt. Vorhandene Berichte aus Hauptversammlungen geben uns Auskunft über Ereignisse, Übungen und Brände.

Aus Versammlungsprotokollen erfahren wir, dass immer wieder auf den Zusammenhalt der Wehr, auf Stärkung und Festigung der Kameradschaft hingewiesen wurde. So ist es ganz natürlich, dass Kameradschaftsabende und Vergnügen veranstaltet wurden, in die die Ehefrauen einbezogen waren. Da sich die FFw anfangs nur auf Oberkiesdorf bezog, wurden auch die großen Vergnügen im Oberdorf abgehalten. Der erste Feuerwehrball fand am 25.2.1900 im “Lamm” statt, der zweite am 24.2.1901 und der dritte am 23.2.1902. Jedoch veranstaltete die Feuerwehr auch am 14. April 1901 ein Konzert und Tanz im “Löwen”. Jedes Mal flossen 5 Mark als Abgabe in die Armenkasse des Ortes. Diese Abgabe war vom Gastwirt zu zahlen. Mit der Schließung des Gasthofes “Lamm” 1923 haben sich wohl automatisch die großen Vergnügen und Feste in den “Löwen”-Saal verlagert, der 1927 mit einem Anbau (Bühne) erweitert wurde.

Gruppenbild etwa 1930 Obere Reihe v. l.: Emma Wolf unbekannt, Anna Ziesche, Alwin Ziesche, unbekannt, Hermann Müller Ernst Zimmermann - mittlere Reihe: Paul Wolf Paul Burkhardt, unbekannt Untere Reihe: 3 Unbekannte, Hermann Exner Ella Burkhardt

Gruppenbild etwa 1930 Obere Reihe v. l.: Emma Wolf unbekannt, Anna Ziesche, Alwin Ziesche, unbekannt, Hermann Müller Ernst Zimmermann - mittlere Reihe: Paul Wolf Paul Burkhardt, unbekannt Untere Reihe: 3 Unbekannte, Hermann Exner Ella Burkhardt

Fießtext

In den 30er Jahren war das jährliche, meist am 3 1. Oktober (Reformationsfest) stattfindende Schlachtfest ein Höhepunkt im Vereinsleben. Mehr und mehr gehörte ein kleines Theaterstück zur Ausgestaltung des Abends, welches von den Mitgliedern selbst einstudiert wurde. Unter der Leitung des Lehrers Edelmann (passives Mitglied) hatte sich in der Wehr Anfang 1935 eine Gesangsgruppe gebildet. Auch sie trug ein paar Jahre lang mit zur Ausgestaltung von Festprogrammen bei. Gelegentlich gab es auch gemeinsame gesellige Abende mit dem Kiesdorfer Militärverein. Jubiläen der Wehr wurden nach Möglichkeit im größeren Rahmen gefeiert. Aber nicht immer ließen die wirtschaftliche Lage und die Finanzsituation das zu. Sehr beliebt waren zu großen festlichen Anlässen Tafellieder. Sie gewähren uns einen interessanten Einblick in die Mitgliedschaft und in Begebenheiten zur jeweiligen Zeit. Erhalten sind uns Tafellieder aus dem Jahre 1904 zum 5. Stiftungsfeste und zum 25jährigen im Jahre 1924. Dieses hat 46 Strophen, ist überschrieben mit “Traumbilder” und zu singen auf die Melodie “Stimmt an ……

Ein Tafellied (31. Oktober 1930, Schlachtfest)

Die letzten beiden Strophen lauten:

Der Traum ist aus, der Morgen tagt, den Wehrmann grüßt die Sonne. Daheim ist’s gut; es sei gesagt, Wein dankt man viele Wonne? Das ist die deutsche Frau allein, drum tut euch jetzt erheben: Es soll die Wehr doch soll dabei die Frau des Wehrmanns leben.

Ein dreifaches Hoch beschloss das Lied.

Interessant und aufschlussreich sind auch Festlegungen zur Anzugsordnung zu verschiedenen Anlässen. Zum Begräbnis eines Wehrkameraden am 20. Dezember 1921 war vorgeschrieben: Joppe, Helm, aber ohne Gurt, Überzieher, gewöhnliche Handschuhe. Zum 40jährigen Jubiläum der Großhennersdorfer Wehr am 26.6.1921 fuhr die Kiesdorfer Abordnung mit dem Fahrrad. Anzug: Joppe, Helm, Gurt. Zur Teilnahme der Wehr am Wintervergnügen des Kiesdorfer Militärvereins am 6.2.1921 war angeordnet: Dienstjoppe, Mütze und umgeschnallt. Ein Kamerad verrichtete in der Wehr Sanitätsdienst. Er wurde Samariter genannt, unterstand der Sanitätssektion Oberoderwitz und musste zur Ausbildung über Land fahren, z. B. nach Berthelsdorf. Erst Ende der 40er Jahre ging der Sanitätsdienst in die Hände des DRK über.

Als Samariter waren in der Zeit tätig:

1932 wurde im Feuerwehrverband (Amtshauptmannschaft Löbau) eine Begräbniskasse eingerichtet. 18 Kiesdorfer Kameraden traten sofort bei. Andere kamen später hinzu. Der Beitrag belief sich anfangs auf 2 Mark im Jahr, erhöhte und differenzierte sich aber später. Anfang 1954 wurde die Kasse jedoch wieder abgeschafft. Unter den Wehrkameraden gab es auch Bücherleser. So unterhielt die Wehr eine Bücherkiste, die Kamerad Hermann Müller verwaltete. Er hielt offenbar auch die Verbindung zum Leseverein Kiesdorf, der von 1908 bis 1931 bestand. Das Verteilen von “Zigarren” bei schlechter Diensterfüllung in Form des Kassierens von Strafgeldern war man seit Jahrzehnten in der Wehr gewöhnt.

1934 tauchte in der Wehrleitung der Gedanke auf, es doch einmal mit echten Zigarren zu versuchen, natürlich für optimale Diensterfüllung. Und so kamen erstmals 1935 einhundert Zigarren zur Verteilung: je 4 Zigarren an 19 Kameraden für erfüllte 12 Übungen im Jahr, und je 3 Stück an 6 Kameraden für erfüllte 11 Übungen. Der Brauch hielt sich einige Jahre.

Natürlich wurden weiter Strafgelder kassiert. So ging Jahr für Jahr ins Land. Und die FFw durchschritt seit ihrer Gründung Höhen und Tiefen, immer als Teil der Gemeinde und immer eng gebunden an die gesellschaftlichen Bedingungen. Der 1. Weltkrieg rief von den damals 27 aktiven Mitgliedern insgesamt 20 Wehrkameraden zu den Waffen. 3 Kameraden fielen. 17 kehrten heim, davon 3 mit Verwundungen. 25 Jahre später erfolgte ein neuer Ruf zu den Waffen. Die Wehr hatte 1939 23 aktive Mitglieder. In der Zeit von 1939 bis 1945 waren insgesamt 10 Kameraden eingezogen. 2 sind gefallen, einer verstarb im Lazarett.

Im I. Weltkrieg 1914 - 1918 fielen die Kameraden:

im II. Weltkrieg 1939 - 1945

Die Wehr wird diesen Kameraden immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Der Halblöschzug 11, Niederdorf etwa 1938 Obere Reihe v. 1.: Fritz Kliemt, Wilhelm Döring, Richard Lindner Otto Seidel, Alfred Raimann, darunter Max Scholze - untere Reihe: Karl Woorth, Reinhard Herrmann, Gerhard Schmidt, Paul Wolf Paul Burkhardt, Oskar Fuchs