Historische Daten

um 500 u.Z.
Slawen / Sorben siedeln in unserem Gebiet
965
Gründung der Mark Meißen durch Otto I. Unser Gebiet liegt damit im Herrschaftsbereich der deutschen Könige
1007
Heinrich II. schenkt / eignet unser Gebiet dem Bistum Meißen
um 1200
Ein Trupp deutscher Bauern läßt sich am Mittellauf der Gaule nieder. Nach seinem Anführer (Locator) Kezeling heißt der Ort schließlich Kiesdorf. Das Niederdorf entwickelt sich offenbar aus einem slawischen Weiler. Der Mittelpunkt wird der Kretscham, das Lehngut.
nach 1200
Der Bischof von Meißen belehnt die Herren von Kamenz u.a. mit Kiesdorf. Hierbei wird nach der Überlieferung die Bezeichnung “auf dem Eigen” gebraucht.
1248
Gründung des Klosters St. Marienstern bei Kamenz durch Bernhard v. Kamenz
um 1250
Errichtung der Bernstädter und der Schönauer Kirche. Oberkiesdorf wird nach Bernstadt, Niederkiesdorf nach Schönau eingepfarrt.
1264
Erwähnung Kiesdorfs in einer Urkunde des Klosters St. Marienstern
1285
Kiesdorf wird an das Kloster verkauft. Schreibung des Ortsnamens: Kieselingissdorf.
1382
Im Zinsregister des Klosters sind Teutonisch - Kozelingisdorf und Slawisch - Kezelingisdorf verzeichnet. Erst viel später wird von Ober- und Niederkiesdorf gesprochen.
1425 / 1465
Die Hussiten durchstreifen immer wieder unser Gebiet.
nach 1500
Vermutliche Anfänge des dörflichen Schulwesens
1517
Beginn der Reformation
1519
Erwähnung einer Schule in Bernstadt
1588
Erster protestantischer Pfarrer in Schönau
1619
Erster Schullehrer (Chr. Päuerlein) in Schönau erwähnt
1618 / 1648
Im Verlaufe des 30 - jährigen Krieges mehrmals Einquartierungen, Kämpfe und auch Plünderungen im Eigenschen Kreis.
1634
Die Pest geht um.
1750
Die Äbtissin Josepha bestätigt den Oberkiesdorfern in einer Urkunde die Unterhaltung eines eigenen Lehrers
1756 / 1763
Im 7-jährigen Krieg Einquartierungen und auch Kämpfe im Eigenschen Kreis
1784
Schule im Oberdorf nachgewiesen
1790
Niederkiesdorf baut eine eigene Schule
1806
Sachsen wird Königreich
1806 / 1816
Wahl eines Gesamtkiesdorfer Gemeinderates.
1857
Die Ablösung der Kiesdorfer aus der Klosteruntertänigkeit ist rechtskräftig.
1866
Preußen besetzt das auf österreichischer Seite stehende Sachsen. Der Eigensche Kreis hat schwer zu leiden.
1871
Einweihung der Vereinsschule.
1880
Verheerendes Hochwasser.
1899
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Oberkiesdorf
1904
Kiesdorf wird eine einheitliche Gemeinde in der Amtshauptmannschaft Löbau.
1908
Gemeinsames Postamt für Kiesdorf und Dittersbach
1911
Elektrisches Licht in der Gemeinde
1925
Telefon
1945
Am 8. Mai erfolgt gegen Mittag die Besetzung des Ortes durch die Rote Armee.
1952
Kreisreform. Kiesdorf kommt zu Görlitz.
1953
Gründung der LPG (Typ III) “Käthe Kollwitz”.
1954 im Oktober
Bildung des Schulkombinates Dittersbach/Kiesdorf (Klassen 1 bis 4 in Kiesdorf).
1960
Vollgenossenschaftliche Landwirtschaft
1987
Schließung der Kiesdorfer Schule
1994
Kiesdorf ist Teil der Gemeinde Schönau - Berzdorf.